Naturdenkmal „Dicke Buche“

Das Naturdenkmal „Dicke Buche“ am „Barons“ längs der A 48.
Eine Zeitspanne von fast 100 Jahren.

Um 1924 fotografiert ein Fotograf die „Dicke Buche“ aus nordwestlicher Richtung, etwa vom heutigen Parkplatz der A 48. Im Vordergrund sieht man einen bebauten Acker. Hier haben zu dieser Zeit einige Baumbacher Bewohner ihre Garten- und Ackerflächen angelegt, die sich entlang der heutigen Autobahn A 48 erstrecken. Der Zaun folgt dem Waldrand und dient zum Schutz vor Wildschäden. Im Vordergrund sind ebenfalls zwei Zaunpfosten zu erkennen, wohl eine Begrenzung zu den sich anschließenden Wiesen in Richtung Baumbach.

Das mittlerweile fast abgeholzte „Barons“ erlaubt die Sicht auf die ehemaligen Baumbacher Ackerflächen.

Danach bewegt sich der Fotograf ca. 400m weiter entlang dieses Zaunes in östliche Richtung. Hier dreht er sich auf dem sogenannten „Bomer Hühche“ in nordwestliche Richtung, und es entsteht eine Fotoaufnahme vom Baumbacher Friedhof mit Kapelle und vier Häusern der späteren Landshuber Straße.

Die Landshuber Straße mit den heutigen Hausnummern 2, 4, 6 und 8.

Wie alt ist das Naturdenkmal „Dicke Buche“?

Ein „Trümmerfeld“ rund um die sterbende Buche mit abgebrochen und herabgefallenen Ästen mit teils sehr großem Durchmesser. Auch an den starken Hauptästen löst sich bereits die Rinde und bietet Schädlingen leichten Zugang.

Es wird interessant zu beobachten sein, wie sich in diesem Jahr die Belaubung der alten Buche entwickelt. Die entsprechenden Bilder können Sie hier zur gegebenen Zeit einsehen und vergleichen. Ich befürchte allerdings, dass sich auch in diesem Frühjahr ein starker Rückgang der Buchenblätter einstellen wird. 

… Wer wird mir nun die Ruhe geben, die ich in deinem Schatten fand, mein bester Freund ist mir verloren … 

So heißt es im Liedtext: „Mein Freund der Baum“ von Alexandra aus dem Jahr 1968. Schatten wird die über 300 Jahre alte Buche immer weniger spenden. Ein natürliches Ende, wenn auch etwas beschleunigt aufgrund der sich zunehmend verändernden klimatischen Verhältnisse. Sie sollte auch im abgestorbenen Zustand als Naturdenkmal oder eher als Naturmahnmal in Erinnerung bleiben.