Die Lage im Naturraum

Die Landshube liegt mit ihren Ländereien in einer Talmulde. Sie wird im Süden vom Hintersten Bach begrenzt und im Norden von einer Anhöhe flankiert. In unmittelbarer Nähe rund um das Forsthaus findet man heute noch mehr oder weniger deutliche Hinweise auf Förderaktivitäten von Bodenschätzen. Eine Spezialkarte aus dem Jahr 1890 gibt nähere Auskunft über die geologischen Verhältnisse.

Geologische Specialkarte von Preußen und den Thüringischen Staaten, Blatt Montabaur, 1890

Seit den ersten Karten, meist grobe Handzeichnungen, die uns zur Verfügung stehen, hat sich die Lage, Art und Anzahl der Gebäude bis in die Neuzeit kaum verändert.

Die um 1700 handgezeichnete Skizze gibt Auskunft über die Lage der 5 Orte: Grenzhausen, Hilgert, Hundsdorf, Alsbach und Rembs, die 1376 bei der Aufteilung des Isenburgischen Erbes, in wiedischen Besitz (Gerlach von Wied) kommen. Unten rechts (roter Pfeil) ist die Landshube verzeichnet, die ja seit 1534 wieder im Besitz von Kurtrier ist.

Aus dem Jahr 1746 stammt diese Spezialkarte der ganzen Grafschaft Wied. Auch hier ist die Landshube (Landshoff)  erwähnt.

Die handgezeichnete Karte vom 10.10.1793 gibt Informationen über die Wege von Höhr (heute Flürchen) nach Montabaur über die „Thiels-Hütte“; nach Wirges über den „Krummen Esel“ und nach Ransbach am vordersten Bach nach links zu den Weihern abbiegend.

In jeder Region gibt es zahlreiche, historisch gewachsene Bezeichnungen für Wiesenflächen, Waldgebiete und Wege, so auch rund um das Forsthaus Landshube. Einige Namen haben sich über Jahrhunderte gehalten, andere bezeichnen heute Wege statt Flächen, oder sie sind ganz verschwunden. Nicht zuletzt auch gefördert durch die,  zumindest in Forstkreisen übliche zahlenmäßige Einteilung der Forstflächen in Abteilungen. Die folgende Abbildung bezieht sich historisch auf eine Karte von 1849. Ortskundigen wird auffallen, dass sie die Namen „Hofmanns Wäldchen“„Herrnbirken“ oder Hinterhaunicht mehr kennen. Heute bezeichnet Delleweg keine Waldfläche, sondern nur noch einen Weg, das Gebiet „Krummesel“ die Wegkreuzung. Den Namen „Barons“, als schmaler Waldstreifen entlang der Autobahn A48, kennen nur noch wenige Menschen. Die „Metzlers Wiese“ schließt sich bis in die neunziger Jahre als kleine Wildäsungsfläche östlich der Landshuber Wiesen an. Heute ist diese nicht mehr zu erkennen. Immer noch existiert die „Bollmanns Wiese“ in der Mitte der gleichnamigen Waldfläche. Die Kiesgrube des ehemaligen Pächters Richard Götsch aus Baumbach, Götsche Kisskaul, kann man heute nur noch erahnen.

Die Handzeichnung von Johann Fuchs aus dem Jahr 1838 lässt schon einzelne Gebäude des Landshuber Hofguts erkennen: Wohnhaus, Backes, Stallungen mit Scheune, ein unbekanntes kleines Gebäude in der unteren Mitte und links daneben der Krugbäcker-Ofen.

Im Landeshauptarchiv in Koblenz befindet sich eine Karte aus dem Jahr 1856 mit ziemlich genauer Lage der Gebäude. Bis auf den Krug-Brennofen und ein kleines Gebäude zwischen diesem und der Scheune, haben wir bei unserem Einzug 1958 alles so angetroffen, wie auf dieser Karte dargestellt.

Bei Dienstantritt und Übernahme der Landshube im Jahr 1858 beschreibt Förster Heinrich Schmidt die verschiedenen Gebäude und die Raumaufteilung des Wohnhauses.

Die Beschreibung von Heinrich Schmidt aus dem Jahr 1858 entspricht in etwa der heutigen Situation.