Clemens Dreymann

Chronist und jüngster Sohn Dr. Elmar Dreymann schreibt: „Im Jahr 1948 wurde die Reichsmark durch die Deutsche Mark abgelöst. Das Grundgehalt von Clemens beträgt im Monat Februar 1952  DM 626 und 50 Pf. Noch werden die „alten“ Vordrucke genutzt und teilweise handschriftlich angepasst. (Man muss annehmen, dass der als „Gehalt“ ausgewiesene Betrag auch das Kindergeld und weitere Zulagen einschloss. Als nämlich im Juni 1952 das Kindergeld von 3 Kindern entfiel, reduzierte sich das Gehalt auf 566,50 DM.) Der Lohnsteuerabzug betrug im Februar 1952 DM 42,90 oder 6,8 %. Im Jahr 1947 lag er noch bei nur 1,6 % vom Grundgehalt, wobei man aber bemerken muss, dass der Staat 1947 noch sehr wenig für den Bürger geleistet hat. Die hoheitlichen Aufgaben wurden überwiegend von den Besatzungsmächten übernommen. Das Durchschnittseinkommen einer Familie wird um 1952 mit 400 DM angegeben, somit lag das Monatsgehalt von Clemens deutlich über dem Durchschnitt. Ein PKW, Volkswagen „Export“, kostete damals etwa 5000 DM.“

Dr. Elmar Dreymann schreibt weiter: „Aufgrund der Ernennung zum Oberförster am 01.09.1955, erhöhen sich die Bruttobezüge auf 805,17 DM im Monat. Zum Bruttogehalt von 805,17 DM kommen noch Aufwandsentschädigungen in Höhe von 52,34 DM hinzu. Aber inzwischen sind auch die Abzüge deutlich angehoben worden: Miete (57,77 DM), Pacht (13,83 DM), Steuern (108,53 DM) mindern als größere Positionen das Gehalt. Allein 48,00 DM sind für den Bausparvertrag fällig. Letztlich kommen 593,45 DM zur Auszahlung. Obwohl Ackerbau und Viehhaltung zum Lebensunterhalt beitragen, in dem Fleisch, Milch, Butter, Käse, Eier, Kartoffeln, Obst, Gemüse, auch etwas Honig, erzeugt werden, ist das Bargeld für die zahlreiche Familie knapp. Luise entschließt sich daher, die Milch zu verkaufen und erzielt im Sommer 1954 dafür 300 Mark in einem Monat, etwa die Hälfte dessen, was ihr Mann netto verdiente.“