Landshuber Weiher

Wer kennt sie nicht, die Landshuber Weiher. Ein wertvolles Biotop, ein Kleinod und beliebtes Ziel für Spaziergänge und Wanderungen aus der näheren Umgebung. Zu jeder Jahreszeit, sei es im Sommer zur Seerosenblüte oder im Winter, um einige Pirouetten zu drehen oder ein spannendes Eishockeyspiel durchzuführen.

Seerosenweiher 1960 mit Förster Hans Groß und Sohn Detlef

Die heutigen 4 Weiher befinden sich in der Talmulde des „Hintersten Bachs“ am südwestlichen Ende der Landshuber Weiden. Der erste, auch oberster Weiher genannt, schließt sich unmittelbar an die Landshuber Wiesen an, der Seerosenteich wird als zweiter Weiher bezeichnet, gefolgt vom Weiher mit der Hütte und der unterste Weiher als letzter, kurz vor dem Beginn des Brexbaches. Über Jahrzehnte hatten die einzelnen Weiher unterschiedliche Pächter. Das gilt besonders für die letzten beiden Teiche, deren Betreiber häufig wechselten. Heute können passionierte Angler mit gültigem Fischereischein für diese beiden unteren Weiher beim Forstamt Neuhäusel ein Tages- oder Wochenendschein erwerben, mit oder ohne Hütte. Ganz anders sieht es für die ersten beiden Weiher aus. Diese hat die Familie Keller aus Höhr-Grenzhausen seit 1968 bis heute ohne Unterbrechung in Pacht. Zunächst bis 1985 zusammen mit Förster Hans Groß.

Erster Weiher 1960 mit Blick aus südwestlicher Richtung auf den Backes mit Forsthaus

Das Thema Fischfang ist der ursprüngliche Grund dafür, dass Menschen diese Weiher künstlich aufstauen. Der kurfürstliche Hof benötigt große Mengen an Fisch, nicht nur zur Fastenzeit. Deshalb lässt man an vielen geeigneten Stellen in Kurtrier, Bäche präparieren und Teiche anlegen, so auch südwestlich der Landshube. Nach meinen Recherchen in 2020, erweisen sich die ursprünglichen 5 Landshuber Weiher als wesentlich älter wie bisher dargestellt (1666). Der erste schriftliche Hinweis stammt aus dem Jahr 1402. Im Vallendarer Schöffenweistum heißt es:         

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