Die Familie Klauer

Die erste namentliche Erwähnung der Familie Klauer im Ortsfamilienbuch Ransbach-Baumbach bezieht sich auf Peter Klauer, der um 1659 geboren wird. Er stirbt am 29. Januar 1732 im erstaunlich hohen Alter von 73 Jahren auf der Landshube. Um 1680 wird Wilhelm Klauer geboren und betreibt als Euler das Krugbäckerhandwerk auf dem Gelände der Landshube. Er stellt durch seine Heirat mit Margaretha Krumeich eine Verbindung zur Keramikerfamilie Krumeich in Ransbach her. Ein weiterer Peter Klauer wird um 1695 geboren und lebt als Hofmann und Förster auf dem Hofgut, wo er am 12. Februar 1749 im Alter von 54 Jahren stirbt. Er heiratet Anna Maria Gerhards. Aus dieser Verbindung entwickelt sich die Klauer-Linie bis Martin Klauer (*1948), wohnhaft in Baumbach.

Aus dieser Linie Peter Klauer (*1695) schreibt sein Urenkel Philipp Klauer (*1802), Urgroßvater von Martin Klauer (*1948) am 15. Mai 1833 einen Brief an die Herzogliche Receptur in Herrschbach zwecks Pachtverlängerung. In diesem Brief ist ein Satz von Philipp Klauer besonders interessant und erwähnenswert: „… meine Familie seßhaft schon über 250 Jahre hier …“. Laut dieser Aussage bewohnt seine Familie bereits vor 1590 die Landshube, also 100 Jahre vor der Erwähnung seines Urgroßvaters Peter Klauer (*1695) im Ortsfamilienbuch.

Mit dem Pachtvertrag des neuen Revier Försters Heinrich Schmidt vom   01. Januar 1858 endet die „Klauer-Dynastie“ nach 268 Jahren als Hofmänner, Förster und Krugbäcker.

Aus Peter Klauer (*1659), Wilhelm Klauer (*1680) und Peter Klauer (*1695) entwickeln sich drei verschiedene Linien.